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08.05.2012 | Relegation, Oberliga Nord Herren: BVM feiert Laut(e) den Aufstieg – Urania hofft noch

„Ich erkläre die Spiele für eröffnet“ – große (olympische) Worte kamen Lutz Mocker vom Veranstalter SC Urania am Ende seiner Begrüßungsrede über die Lippen. Vor zahlreichen Zuschauern ging es am Samstag kurz nach 11 Uhr los. Alle vier Teams (!) übrigens in blauen Trikots, der HTTV hätte mit seiner zur Strafverfolgung ausgesetzten „einheitlichen Spielkleidung“ seine wahre Freude daran gehabt! Der Spielplan:

Samstag, 05.05.:
1.) 11 Uhr: SC Urania - TT-Freunde BVM 	   5:9
2.) 11 Uhr: Preetzer TSV - TTC Greifswald  9:2
3.) 15 Uhr: TTF BVM – TTC Greifswald 	9:2
4.) 15 Uhr: SC Urania – Preetzer TSV 	9:3

Zwischenstand:
1. TTF BVM 	4:0 	18:7
2. Urania 	2:2 	14:12
3. Preetz 	2:2 	12:11
4. Greifswald 	0:4 	4:18

Sonntag, 06.05., 11:00 Uhr:
SC Urania – TTC Greifswald 	9:4
TT-Freunde BVM – Preetzer TSV 	8:8

Endstand:
1. TTF BVM	5:1	26:15
2. Urania	4:2	23:16
3. Preetz	3:3	20:19
4. Greifswald	0:6	8:27

In der oberen Halle fegte der Preetzer TSV die weit angereisten Gäste aus Greifswald (230 KM) ziemlich fix mit 9:2 von der Platte. Nach der kurzfristigen Absage (beruflich bedingt) von Mirko Last, der Nummer 2 der Greifswalder, war klar, dass es wohl mehr eine „Just-4-Fun“-Veranstaltung wird. Es ehrt die Greifswalder aber, dass sie auch ohne Zuschuss vom Verein diese Tour auf sich genommen haben und alles aus eigener Tasche zahlen.

Das „Hamburger Derby“ in der unteren Halle dauerte mit drei Stunden hingegen fast doppelt so lange. Herausforderer BVM mit einer gesunden Mischung aus jung + alt: Oliver Alke, Harun Bozanoglu, Jan Erik Baron, Claus Mattern sozusagen als „Oldies“ - Johannes Laute (13 Jahre!), Jon Wrobbel und Nils Scharwächter (zunächst nur als Zuschauer) sind die kommende Generation. Urania mit „Kai Unbekannt“ (Engelbrecht), Christian Rasenack (zuvor 13 Jahre lang beim BVM!), Lutz Mocker, Uwe Christlieb, Alexander Hochgräfe (Doppel), Kamiar Yaraghchian und Plamen Panaytov.

Coach Lutz hatte einen „Matchplan“, aber der ging schon nach den Doppeln nicht mehr so richtig auf: Die Niederlage von Kai/Alex gegen Oliver/Jon (glatt mit 0:3) war noch erwartet worden, ebenso der Sieg von Uwe/Lutz gegen Harun/Johannes (3:0). Doch die ziemlich ernüchternde 0:3-Schlappe von Christian/Plamen gegen Jan Erik/Claus war doch etwas überraschend. Im oberen Paarkreuz folgten zwei deutliche BVM-Siege (immerhin konnte Christian den ersten Satz nach 4:8-Rückstand mit 11:9 gegen Oliver gewinnen). Zwischenstand also 4:1 für die TT-Freunde.

Es folgte das „Generationen-Duell“ mit ca. 40 Jahren Altersunterschied: Uwe vs. Johannes. Die ersten beiden Sätze konnte der Youngster noch nicht mithalten, aber im Dritten siegte der Schüler mit 13:11 und hatte im Vierten einen weiteren Satzball, bevor Uwe mit 12:10 den Sack zumachte. Lutz sollte nun den Anschluss wieder herstellen. Sein Match gegen Jan Erik wurde zum ersten Knackpunkt der Partie. 11:13, 11:6, 8:11, 11:5. Entscheidungssatz.

Bei 9:10 Matchball für den Baron, bei 11:10 für den Hamburger Aktivensprecher. Es folgte eine Wahnsinnsvorhand von Lutz, leider Millimeter vorbei. Matchball vergeben, Partie 11:13 verloren. Kamiar verkürzte gegen Jon zwar nochmal auf 3:5, aber Knackpunkt Nummer Zwei (aus Urania-Sicht) war die 1:3-Niederlage von Plamen gegen den alten Fuchs Claus Mattern. Zwischenstand nun 3:6. Und „Oben“ wieder volle Ernte für den BVM: Olli 3:0 gegen Kai („Man hätte mir sagen müssen, dass das zwei Linkshänder sind, dann hätte ich ganz anders trainiert“) und Harun ebenso glatt 3:0 gegen Christian. Zumindest da hätte man eigentlich ein etwas engeres Match erwartet.

Im Gefühl des sicheren Sieges (8:3-Führung) ließ die Konzentration beim BVM einen Tick nach bzw. die „goldene Urania-Mitte“ mit Uwe und Lutz punktete zuverlässig zum 5:8. Während Kamiar und Claus noch fighteten, hatte Plamen am Nebentisch schon einen 3:1-Sieg gegen Jon eingefahren. Theoretisch also das 6:8, doch das andere Spiel zählte zuerst. Sollte Kamiar gewinnen, käme es zum Entscheidungsdoppel. Die Halle tobte, Spannung pur. 2:0-Satzführung für Urania, dann 10:12. Egal. Matchball im Vierten bei 10:9. Aber vergeben (11:13). Im Fünften siegte schließlich die Routine, Claus mit 11:7 zum finalen 9:5 für BVM. Das war schon so eine Art Vorentscheidung für den Ausgang der gesamten Relegation, denn Preetz sollte für die Vierländer am Sonntag eigentlich kein Stolperstein sein. Aber man weiß ja nie...

Am Samstagnachmittag folgte die zweite Runde. BVM wie erwartet ohne Mühe 9:2 gegen Greifswald und damit als Tabellenführer in den Sonntag (nur Johannes und Jon verloren). Urania und Preetz nun sozusagen das „Finale um Platz 2“ in der Gruppe, der ja ebenfalls für die Oberliga reichen könnte. Kai musste bzw. wollte los in die O2-Arena (um das 25:27 des HSV gegen THW Kiel zu sehen), so dass Uwe ins obere Paarkreuz aufrückte und Alex nun auch im Einzel an der Platte stand. Die Doppel liefen dramatisch, aber gut. Jedenfalls für die Gastgeber: Uwe/Lutz 12:10 im Fünften, Kamiar/Alex glatt 3:1. Nur Christian/Plamen mussten sich (denkbar knapp) geschlagen geben: 9:11 im 5. Satz! Kein guter Tag hingegen für Christian, der sein Einzel mit 0:3 gegen Carsten Vonnekold verlor. Zum Glück (er)legte Uwe den Preetzer Starspieler Robin Fritsche mit 11:6 im Fünften und Lutz erhöhte gegen Tim Wamser auf 4:2 für Urania. Nach Kamiar’s 1:3 gegen Thore Zeugke glänzte das untere Paarkreuz mit zwei schnellen Siegen: Alex Hochgräfe 3:0 gegen Hendrik Reimers und Plamen 3:1 gegen Christian Hundhausen. Zwischenstand also 6:3. Unglaublich: Ausgerechnet Uranias bester Oberligaspieler Christian Rasenack bislang mit drei (!) Einzel- und zwei Doppelniederlagen. Doch gegen die Nummer 1, Fritsche, zeigte er endlich wieder sein Kämpferherz. Nach 14:16 und 8:10 drehte Christian das Ding noch um: 12:10, 11:3, 11:6. Uwe und Lutz machten schließlich den klaren 9:3-Erfolg perfekt. Die Tabellen-Situation vor dem Sonntag:
1. TTF BVM 	4:0 	18:7
2. Urania 	2:2 	14:12
3. Preetz 	2:2 	12:11
4. Greifswald 	0:4 	4:18

Damit war klar: Nur ein deutlicher Urania-Sieg am Sonntag gegen Greifswald bei einer gleichzeitigen BVM-Niederlage könnte noch etwas am Tabellenbild ändern. Lutz Mocker hielt dies für möglich („Ohne Claus Mattern kann Preetz durchaus gewinnen“). Doch Urania machte seine eigenen „Hausaufgaben“ nicht, verpasste mit unnötigen Spielverlusten den durchaus machbaren Kantersieg.

Die Greifswalder (mit Kind und Kegel angereist, die u.a. Hagenbecks Tierpark besuchten) waren nämlich keinesfalls bereit, sich als „Schlachtopfer“ zur Verfügung zu stellen. Und so liefen die ersten Partien überhaupt nicht nach dem Geschmack des SC Urania. Beim Zwischenstand von 4:4 waren alle vorherigen Rechen- und Planspiele nur noch Makulatur, da zum gleichen Zeitpunkt im Parallelspiel BVM durch Youngster Johannes Laute gerade die 5:4-Führung erzielt hatte. Die BVMer, ebenfalls von vielen Fans unterstützt, hätten sich nun nämlich sogar eine 5:9-Niederlage leisten können und wäre trotzdem Relegationssieger gewesen. Danach war entsprechend ein wenig die Luft und Spannung raus, gekämpft wurde aber weiter. Urania fand erst jetzt in die Spur, schraubte das Ergebnis von 4:4 auf 9:4. Der Endspurt kam aber zu spät. In der anderen Partie gab der Preetzer TSV wirklich alles, wollte sich unbedingt mit einem guten Ergebnis verabschieden. Trotz 5:7-Rückstand gaben die Schleswig-Holsteiner nicht auf, drehten die Partie auf 8:7 und lagen auch im Abschlussdoppel mit 1:0-Satzführung vorne! Doch Oliver Alke/Jon Wrobbel siegten mit teilweise wirklich schönen Zauberbällen schließlich noch mit 3:1 (zum 8:8-Endstand). Damit spielen die Tischtennis-Freunde nächste Saison in der Oberliga, während der SC Urania auf einen Rückzug einer anderen Mannschaft hoffen muss. Herzlichen Glückwunsch!

Andreas Killat
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